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02.03.2007 Woche 2 | Man ist täglich verdammt vielen Versuchungen ausgesetzt und es kommt mir vor, als ob ich in Woche 2 besondere Antennen dafür habe. In der letzten Woche musste ich ein Frühstück fürs Büro organisieren, das mein Seniorchef anlässlich seines Geburtstages ausgegeben hat. Ich konnte problemlos 80 in meinem Auto vor sich hinduftenden frischen Brötchen und den dazugehörigen kalten Platten vom besten Metzger in der ganzen Stadt widerstehen. Ja, es hat sehr lecker geduftet und es sah auch verführerisch aus, aber ich blieb standhaft! Doch in dieser Woche fühlte ich mich gestern schon von einem läppischen Keks im Café angegriffen. :o) Was soll das? Ich überwinde die Hürde in Form eines Berges aus Brötchen, Fleischsalat und Roastbeef ohne auch nur mit der Wimper zu zucken und so ein kleiner, klitzekleiner Keks, der noch dazu eingepackt ist und somit gar nicht duftet, ruft mir das Teufelchen auf die Schulter, das mir die ganze Zeit zuflüstert "Nimm ihn, es ist doch nur ein kleiner Keks. Da ist doch nichts dabei!" ?? Wie gut, dass das Engelchen gerade nichts Besseres zu tun hatte als auf meine andere Schulter zu schweben, um mir maßlos ins Gewissen zu reden. Ich "verfolge" mit zusammengekniffenen Lippen den Kampf zwischen Engel und Teufel und trinke meinen Kaffee ganz schnell aus, bezahle und verlasse den Ort der Versuchung. Wie gut, dass ich einen Termin habe und dem Engel sei Dank: Der Keks blieb unangetastet liegen - soll er doch bei jemand anderem auf der Hüfte landen! ;o)
| | | | 07.03.2007 Woche 2
| So, Woche 2 habe ich auch geschafft und diese erfolgreich hinter mich gebracht. Ich kann ein Minus von 2,1 kg melden und habe somit insgesamt 7,5 kg abgenommen *hüpf vor Freude*! Das sind doch endlich mal Ergebnisse, mit denen man arbeiten kann und die motivieren, am Ball zu bleiben. In der vergangenen Woche habe ich wieder einen Hürdenlauf hinsichtlich Appetitshäppchen erfolgreich überwunden. Die Käseplatte im Rahmen eines gemütlichen Abends bei Freunden oder auch mein gestriger Geburtstag ohne Sekt waren schon eine verlockende Falle, doch ich bin nicht reingelaufen. :o) Das heutige Ergebnis bestätigt mir, dass es sich gelohnt hat, hart zu bleiben. Ansonsten ist es mir gut ergangen und es geht mir immer noch sehr gut. Auffällig ist, wie schnell man anfängt, seinen Körper zu beobachten. Ich kann schon sehr gut zwischen Hunger und Appetit unterscheiden und ich habe gemerkt, dass mir scheinbar harmlose Kleinigkeiten mehr zu schaffen machen als das dollste Wiener Schnitzel mit Pommes rot weiß (natürlich die große Portion *grins*). Gott sei Dank stehe ich mit dieser Beobachtung nicht alleine da - einige Gruppenteilnehmer konnten mir dies heute ebenfalls bestätigen. Nach der Gruppensitzung ging es auf die Ergometer zur Pulsmessung. Wir mussten jeweils 3 x 10 Minuten Rad fahren und anschließend 1 Minute pausieren. Dabei wurde jeweils unser Ruhepuls und der Fettverbrennungspuls bestimmt. Alles in allem waren es angenehme 30 Minuten Bewegung und ich war froh, dass mir meine Radhose noch passte, die ich mir letztes Jahr für den Spinning-Kurs gekauft hatte. Denn nur weil das "Erbstück" (= mein Hintern) etwas stärker gepolstert ist, heißt das nicht, dass man dadurch auf so einem Sattel ausreichend Sitzfleisch hat. :o) Nächste Woche geht es zur Wassergymnastik und ich werde mal schauen, ob ich in meinen Alltag noch mehr Bewegung einbauen kann. Auf gehts also in Woche 3! :o)
| | | | | 14.03.2007 Woche 3 | Woche 3 ist zu Ende und wieder kann ich einen Erfolg melden, einen sehr sehr guten sogar: Ich bin ein UHUDREI. Für alle, die jetzt nicht wissen, was das bedeutet, hier mal die ausgeschriebene Variante: Ich wiege endlich unter Hundertdreißig Kilo (UHU = Unter Hundert; DREI = dreißig). :o) Das ist genial! Ich habe in der letzten Woche sage und schreibe noch einmal eine Hammer-Abnahme von 4,8 kg erreicht und ich schwöre, dass ich beim Wiegen mit beiden Beinen auf der Waage stand und dass ich keine mit Helium gefüllten Ballons an meiner Hüfte befestigt hatte. :o) Ich freu mich tierisch und bin hüpfend in den Gruppenraum zurückgekehrt. Leicht wie eine Feder *lach*. In der Gruppensitzung ging es heute um die Vermehrung von Fettzellen und darum, dass nur eine dauerhafte Änderung der eingefahrenen falschen Gewohnheiten auch dauerhaft zum Halten des Gewichts führt. Jaja, die Gewohnheiten sind schon ein Kapitel für sich. Besonders gemerkt habe ich das am Samstag. Da haben wir einen Ausflug nach Papenburg zur Meyer-Werft gemacht, weil wir unbedingt sehen wollten, wie sich die neue AidaDiva durch die Ems schlängelt. Es war ein toller Anblick und so nah kommen wir so bald bestimmt nicht wieder dran. Als wir nach einem strammen Fußmarsch wieder am Auto waren und uns auf den Rückweg machten, sahen wir an der Autobahn natürlich von Weitem das große gelbe M leuchten - richtig, das "Gasthaus zum güldenen M". Tja, früher gehörte zu einem solchen Ausflug immer ein Stop bei McDonalds, dieses Mal sind wir vorbei gefahren. Ich habe den Rest der Fahrt geschlafen und mich nicht weiter darum gekümmert. :o) Apropos schlafen: Auch da hat sich was geändert. Ich träume von Essen, von Pizza, Pommes, Steaks, Schnitzeln und sogar Sushi. Das ist jetzt kein Scherz und solche "Lustträume" konnten Gott sei Dank auch ein paar andere Teilnehmer heute berichten. Schade ist nur das Aufwachen - ohne Schnitzel. Irgendwie amüsant solche Träume und man muss aufpassen, dass man keine automatischen Kaubewegungen mitmacht und ausschaut wie ein Goldfisch beim Luftholen, wenn das Gegenüber isst. :o) Und auch die Bewegung ist heute nicht zu kurz gekommen. Wassergymnastik stand nach der Gruppensitzung auf dem Programm. Es war super, teilweise mühselig, aber lustig zugleich. Ja, manchmal hatte es sogar den Hauch von Synchronschwimmen oder gar Wasserballet. Ich sag's Euch: Wir hatten heute alle durchweg Haltungsnoten von 8,9 *lol*. Der sterbende Schwan war nix gegen uns! Sodele, das war mal eine kurze Zusammenfassung der Woche 3. Da die 10 kg-Marke geknackt ist, gibt es zum einen neue Messungsergebnisse und auch neue Fotos. Morgen habe ich das erste Einzelgespräch mit unserem Psychologen. Ich bin gespannt, wie es abläuft und werde berichten. :o) | | | | | 21.03.2007 Woche 4 | So, auch die 4. Woche ist rum und dieses Mal bin ich echt froh, dass sie vorbei ist. Nicht, weil mir die Tüten zum Hals raushängen, sondern weil die letzte Woche kräftezehrender waren als die davor. Das hing zum einen mit dem wunderschönen Wetter zusammen, das alle Leute (uns auch) nach draußen lockte - Nachteil hier war aber, dass alle Leute verständlicherweise eine Eistüte in der Hand hatten. :o) Zum anderen hing es mit den allmonatlichen "Indianern" zusammen, die unmittelbar vor der Tür standen. Ich war also ein wenig knatschig, gereizt und hatte Lust auf alle möglichen essbaren Sachen. Aber keine Panik - ich habe natürlich durchgehalten, auch wenn es die letzte Woche schwieriger war als sonst. Die Waage zeigte heute ein Minus von 1,0 kg an. Somit sind schon 13,3 kg geschafft. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis! In der letzten Woche hatte ich auch das Einzelgespräch mit dem Psychologen. Wir haben dort meine "Gewichtskarriere" erläutert und den ausschlaggebenden Punkt für meine massive Zunahme gefunden. Es war wohl damals ein Mix aus unglücklicher Ehe, Jojo-Effekt und vor allem die Aufgabe meines regelmäßigen Sports mit dem 16. Lebensjahr. Des weiteren hat er festgestellt, dass ich ein Esser vom Typ "Deftig plus Schoki" bin - der schlimmste Typ! Hätte mich auch gewundert, wenn ich mal nicht aus der Rolle fallen würde *lach*. Aber auch das ist in den Griff zu kriegen und wenn ich so konsequent weiter mache, schaffe ich den UHU in diesem Jahr ganz bestimmt. Das ist mein erstes großes Ziel - anschließend sehen wir weiter. So, das war eine kurze Zusammenfassung der letzten Woche. Es gibt neue Fotos in dem Album "Veränderung durch Optifast". Viel Spaß beim Anschauen und bis die Tage! :o)
| | | | | 28.03.2007 Woche 5 | Woche 5 ist zu Ende und somit habe ich gewichtstechnisch einen neuen historischen Tiefstand erreicht: 15 Kilo sind weg! Wahnsinn! Ich habe es noch nicht kopfmäßig realisiert und wenn ich es nicht an den Hosen, Hand- und Fuß-Gelenken und im Gesicht merken würde, würde ich es nicht glauben. Wirklich SEHEN tue ich das nicht, aber ich MERKE es - ein gewaltiger Unterschied. Froh bin ich allemal! Nun, was hat sich mit 15 Kilo weniger verändert? Bei mir ist es ganz klar: Ich bekomme besser Luft und kann auch bis ins 3. OG laufen, ohne spätestens beim 2. Treppenabsatz ein Sauerstoffzelt zu benötigen. Außerdem fühle ich mich einfach besser. Die Hosen schlackern, die Shirts ebenfalls und auch Uhr & Ringe sitzen lockerer. Achja - ganz wichtig ;o) - Ich sehe wieder ansatzweise, wo ich Knochen habe *lach*. Ja, das ist wirklich so. Natürlich noch nicht an Armen, Beinen oder Hüfte. Aber ich habe doch tatsächlich meine Fußknöchel wieder gesehen und, was ich noch viel schöner finde, ich habe meine Brustbeine wieder gefunden *lach*. Da sind ja Knochen und die sieht man schon - hachja, der fastende Mensch freut sich über so manche Kleinigkeiten. Okay, wo Licht ist, ist auch Schatten - natürlich habe ich auch am Busen abgenommen. *seufz* Doch ich rede mir fleißig ein, dass das nur der schwindnde Rückenspeck ist und sich sonst noch nichts geändert hat - solange ich noch keine Rouladenaufwickelklammern brauche, bin ich zufrieden. :o) Schauen wir mal, wie es ausschaut, wenn das Ziel erreicht ist. Darüber mache ich mir im Moment noch keine Gedanken. Ansonsten geht es mir immer noch sehr gut. Die Wochenenden sind nach wie vor etwas anstrengender, aber durch entsprechende Ablenkung gehen sie auch sehr schnell vorbei. Ihr glaubt gar nicht, wie ordentlich meine Schränke mittlerweile sind - leider ein wenig zum Leidwesen meines Mannes; der findet nämlich nix mehr *lach*. Sonst waren die Wochenenden immer mit Partys, Geburtstagen oder sonstigen Anlässen gefüllt und wir haben überwiegend die Zeit "draußen" verbracht. Wir sind halt gerne und viel unterwegs und das habe ich für die Fastenphase so gut es ging eingeschränkt. Natürlich könnte ich mich mit meinen Tütchen auf eine Party begeben, doch das will ich nicht. Zum einen möchte ich keine Fragen beantworten (obwohl ich damit auch locker den Abend rumkriegen würde *lach*). Zum anderen lauern dort zu viele Verlockungen und sei es nur in Form eines saftig-grünen Salatblattes (ihr merkt wieder, dass sich der fastende Mensch schon mit Kleinigkeiten zufrieden gibt). ;o) Derzeit halte ich es da lieber mit dem Motto "My home is my castle!" - hier fühle ich mich sicher, hier ist der Kühlschrank leer, hier liegen keine Naschereien und sonst irgendetwas herum, das mir gefährlich werden könnte. Ich kann mich an den Wochenenden hinlegen, wenn ich möchte und ich kann mich ablenken, wie ich es will. Diese Sicherheit brauche ich einfach im Moment. Für viele in unserem Familien- und Freundeskreis wird dieser Egoismus, den ich mir angeeignet habe, neu und vielleicht auch noch nicht verständlich sein, doch danach kann ich im Moment nicht gehen. Und ab Mitte Mai nehme ich ja auch wieder "am Leben" teil. ;o) Das war's aus Woche 5. Nächste Woche ist Halbzeit und es gibt ein Zwischenfazit. Bis dahin! :o) | | |
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