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Der Wille ist wie ein Leuchtturm in der Nacht: Er weist uns den Weg, vorausgesetzt, er ist angeschaltet. |  |  |  | | 14.02.2008: | Pünktlich zum "Opti-Jahrestag" gibt es mal wieder einen neuen Tagebuch-Eintrag. Immerhin hatte ich mir ja auch vorgenommen, ab Februar wieder etwas mehr zu schreiben. :o) Letztes Jahr am Valentinstag saßen wir alle in unserer 1. Gruppenstunde und haben unsere erste Tütenbestellung aufgegeben. Ich kann mich noch genau erinnern, wie aufgeregt wir alle waren und ich von jeder Sorte etwas bestellte - nur die Sorte "Kaffee" hab ich ausgelassen, weil ich dachte, dass sie mir nicht schmecken könnte. Wie sich erst später herausgestellt hat, ist es eine meiner Lieblingssorten geworden. :o)
Heute - 1 Jahr später - bin ich um 40 Kilo leichter, fühle mich sehr gut und bin allerdings immer noch bzw. schon wieder auf Tüte, wenn auch nicht komplett. Mit der Kombination Tüte/Essen funktioniert die Abnahme prima und mein konsequentes Verhalten der letzten Woche hat sich auch ausgezahlt - 1,5 Kilo weniger zeigte meine Waage gestern morgen an *freu*. Wie im Januar schon angekündigt, möchte ich diesen Eintrag mal nutzen um darüber zu berichten, was sich in diesem Jahr noch so alles getan hat. Denn es sind einerseits zwar sichtbar 40 kg weg, andererseits hat sich aber auch "unsichtbar" im Kopf so einiges bewegt: -
Ich fühle mittlerweile, wenn ich zugenommen habe, ohne die Waage zu betreten. Komischerweise macht sich eine Zunahme zu allererst bei mir am Kinn bemerkbar.
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Ich möchte mich mit Nahrung auseinandersetzen und habe keine "Angst" mehr davor. Gerade der Versuch der 2. Fastenphase hat mir sehr genau gezeigt, dass ich wirklich gewillt bin, mich mit Essen auseinanderzusetzen. Ich möchte planen, einkaufen, schnibbeln usw. und nicht mehr komplett auf den einfachen Weg "Tütennahrung" ausweichen. Ich weiß, dass ich mit der richtigen Nahrung ebenfalls abnehmen kann und freue mich über jedes Gramm, das weg ist. Die großen Abnahmen sind zwar genauso schön, doch sie sind nicht mehr das Non plus Ultra - Hauptsache, es geht kontinuierlich abwärts mit meinem Gewicht.
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Ich habe (noch mehr) Bewegungsdrang und merke seit einigen Tagen, dass mir das abendliche Radeln auf meinem Heimtrainer nicht mehr ausreicht. Die letzten Wochen habe ich mich vermehrt über das Joggen informiert und mir einen Schrittzähler bestellt (der hoffentlich in den nächsten Tagen bei mir eintrifft). Im Meiga-Forum hatte ein Mitglied ihren Laufplan eingestellt und diesen habe ich mir ausgedruckt. Ja, ich - die das Laufen wie die Pest hasst - will es wirklich versuchen. :o) Falls ich wider Erwarten keinen Spaß daran finden sollte, muss ich mir was anderes suchen, doch nur durch den Versuch kann ich herausfinden, ob Laufen was für mich wäre.
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Ich fange wieder an, das Essen zu genießen und es nicht einzig und allein als "Mittel zum Sattwerden" anzusehen. Ich muss nicht mehr essen, bis ich Bauchweh habe und ich muss auch nicht mehr von einer leckeren Kalorienbombe 2 x nachnehmen. Ich genieße eine normale Portion davon und bin danach zufrieden.
Diese ganzen positiven Phasen und Lerneffekte, die man während des Abnehmens durchmacht, sind für mich sehr motivierend. Sie machen mich neugierig, was denn noch so alles in mir steckt und ca. 16 Jahre im Verborgenen lag. Und am allermeisten bin ich neugierig darauf, wie ich aussehe, wenn ich "fertig" bin. Natürlich gibt es Fotos von damals, doch das Feeling von damals kann mir kein Foto geben. Ich muss es selbst wieder spüren und fühlen können.
All das sind Dinge, die fernab von Punkten / Kalorien etc. mich jeden Tag aufs Neue motivieren, durchzuhalten und ohne viel Nachzudenken (warum ? weshalb? wieso?) einfach weiter zu machen. Man kann es natürlich auch kürzer zusammenfassen: Es geht mir einfach gut ! :o) | | | | | 29.02.2008 | Die Kilos kommen, die Kilos gehen und manchmal bleibt's halt einfach stehen ! So könnte man den Monat Februar zusammenfassend beschreiben. Bei meinem letzten Eintrag war ich noch hochmotiviert, doch in den letzten Tagen ist meine Stimmung so manches Mal gekippt. Okay, es geht mir so ganz gut, aber ich bin manchmal einfach nur genervt, dass ich um die 100 rumkreise und nicht von der Stelle komme bzw. die 90 nicht kontinuierlich "abarbeiten" kann. Ich hätte nie gedacht, dass es so schwierig ist und dass einem das manchmal an die nervliche Substanz gehen kann. Ich frage mich dabei, warum der Körper so blockiert. Gut, ich war nicht immer konsequent, hatte das letzte Wochenende eine schöne Party mit Freunden, aber ich habe auch bei Weitem nicht das ge(fr)gessen, das ich zu meinen "Höchstgewichtszeiten" vertilgt habe. Ich kann mittlerweile ohne Probleme am Tag nach einer Feier wieder ins Programm einsteigen, ich habe keine "Jetzt-ist-es-eh-egal-Einstellung" mehr und ich mache mir auch keine Hoffnung auf "große" Gewichtsabnahmen. Dennoch funzt es nicht. Kaum bin ich mal unter die 100 gerutscht, brauche ich auch nur eine winzige Kleinigkeit mehr essen als sonst täglich, geht es schwuppdiwupp wieder rauf - und nein, nicht in Form einer Gramm-Zahl. Meist direkt ein ganzes Kilo. *Haarerauf* Dann wieder runter usw. - auf und nieder immer wieder! Im Meiga-Forum habe ich deshalb mal nachgefragt, ob es auch anderen so geht bzw. ergangen ist und wie man solche "magischen Gewichtsgrenzen" unterschreitet bzw. wie man die Zahl (in meinem Fall die 100) aus dem Kopf bekommt. Die ultimative Lösung gibt es leider nicht. Durchhalten lautet das Motto, denn irgendwann geht es abwärts. Na prima und bis dahin können sie mich im Irrenhaus einliefern. ;-) Es bleibt mir also nichts weiter übrig als konsequent weiterzumachen und zu hoffen, dass es irgendwann wieder funzt. Beruhigend ist, dass jeder Abnehmwillige seine ganz persönliche Gewichtsgrenze hat, um die er - genauso wie ich - kreist. Bei dem einen ist es die 90, bei dem anderen die 80 und bei wiederum dem Nächsten ist es kein 10er Schritt, sondern eine ganz andere Zahl. Unser Optifast-Jahr ist nunmehr zu Ende. Ab nächster Woche gehen wir in das Stabilisierungs-Programm, das 1/2 Jahr dauert und nur noch alle 14 Tage stattfindet. Wiegen werde ich mich natürlich weiterhin wöchentlich (ohne kann ich nicht). Ich bin gespannt, was wir in dem 1/2 Jahr machen werden und hoffe, dass mein Kopf irgendwann wieder mitspielt und mir konsequente Abnahmen beschert. Vielleicht brauch ich auch mal eine Auszeit. Vielleicht will mein Körper im Moment nicht so, wie ich gern will. Immerhin ist das Thema "Abnehmen" seit 1 Jahr täglich präsent. Schauen wir mal ! Die Hoffnung gebe ich dennoch nicht auf. Es heißt nur einfach abwarten, Tee trinken und in Geduld üben - hab ich eigentlich schonmal erwähnt, dass Geduld nicht gerade meine Stärke ist ?! ;-) Also auf gehts in den Monat März - mein Glücksmonat, denn da hab ich Geburtstag. Und diesen werde ich gebührend feiern - jawohl. Letztes Jahr ist er ja "ausgefallen" bzw. ich habe mit einem Glas Mineralwasser auf mein neues Lebensjahr angestoßen. Dieses Jahr siehts da anders aus. :-) PS: Ich habe übrigens meinen Schrittzähler bekommen und trage ihn auch fleißig mit mir rum. Bislang lag meine Höchstzahl bei 8.500, aber das ist leider noch zu wenig. Nächste Woche kommt meine Schwester und wir gehen a) shoppen und b) am Samstag zur Kosmetikmesse nach Düsseldorf. Ich bin mal gespannt, wieviel Schritte er an den beiden Tagen anzeigt. :-) | |
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